Verena Bentele Mann

Verena Bentele Mann
Verena Bentele Mann

Verena Bentele Mann |Bentele debütierte 1995 in der Biathlon-Nationalmannschaft und nahm 1996 an ihren ersten Weltmeisterschaften teil.

Bis 2006 arbeitete sie beim Begleitläufer Franz Lankes, danach suchte sie lange erfolglos nach einer Nachfolge, unter anderem veröffentlichte sie eine Anzeige in einer Zeitung.

Nach mehreren gescheiterten Versuchen mit anderen Rennfahrern sowie einem schweren Unfall bei den Deutschen Meisterschaften 2009 in Isny/Nesselwang entschied sich Bentele für einen Neuanfang mit dem erfahrenen Schottener Rennfahrer Thomas Friedrich.

Die Gespann fanden sich schnell zusammen und erzielten im Jahr 2010 mit Siegen im Skilanglauf und im Biathlon bei den Weltmeisterschaften in Österreich erste Erfolge.

Zu ihren Erfolgen gehört die Besteigung des Kilimandscharo, des höchsten Berges Afrikas, und die Besteigung des Mount Meru im Jahr 2013 als erste blinde Person.

Zusammen mit ihren älteren Brüdern Johannes und Michael ritten sie Tandem und in Rollschuhen, kletterten Bäume hoch und runter und kletterten Klippen hoch und runter.

Die Tatsache, dass ihr jüngerer Bruder schneller war, beschleunigte ihren Wettbewerbsgeist. Auf dem Hof ​​lernte sie, ihre eigenen Grenzen zu erkennen und zu erweitern.

Um erfolgreich zu sein, braucht es Teamwork und Vertrauen in andere: Ohne die Hilfe von Begleitläufern, die sie auf Läufen von bis zu 70 Stundenkilometern in den Loipen begleitet haben, wäre sie nicht der Superstar des Behindertensports geworden, der sie heute ist.

Dass Verena “auf Schnee alles auf Grund läuft”, wie sie sagt, hat auch mit dem gesunden Pragmatismus ihrer Eltern zu tun, zu denen sie bis heute ein äußerst enges Verhältnis hat: “Ich gehöre zu den Mädchen, die mit ihren Mutter telefoniert viel.

Meine Eltern sind beide begeisterte Skifahrer und Snowboarder. Beide hatten vor der Geburt von Verena und ihrem Bruder noch nie Kontakt zu Blinden gehabt.

Beide haben sich entschieden, dass die Kinder sie auf die Piste begleiten. Verena hat mit drei Jahren das Skifahren gelernt. Es dauerte nicht lange, bis sie ihr erstes Fahrrad erhielt. Danach wandte sie sich dem Judo zu. “Ich habe keine Angst vor Sport”, sagt Bentele, sich seiner Position bewusst.

Das einzige Mal, dass es so aussah, war während der Nesselwang Meisterschaften im Januar 2009, als es so aussah, als hätte die stumme Verena die Beherrschung verloren. Disziplin: ein Zehn-Kilometer-Langstreckenlauf. Das Timing des Bentele ist ausgezeichnet.

Dann ist da noch das: Ihr Begleitläufer, der Ihnen in den Wettspielen vorausläuft und Sie mit Kommandos dirigiert, verwechselt rechts und links.

Bentele stürzt einen drei Meter tiefen Abgrund hinab, reißt ihm das Kreuzband vom Knie und zwei Kapseln von den Fingern und zieht sich Verletzungen am Leber und einer seiner Nasenlöcher zu. Sie wird schließlich von der Niere besiegt. Ihre Ehre ist nicht gefährdet.

Durch die Olympiabewerbung von München für 2018, die von der Delegation der Landeshauptstadt München unterstützt wurde, wurden die Kontakte zum politischen Establishment verstärkt.

Die Ex-Spitzensportlerin trat in die SPD ein und trat bei der Bayerischen Landtagswahl 2010 im Wahlkampf mit dem damaligen Münchner Oberbürgermeister Christian Ude auf.

Beide nahmen an der Bundesversammlung teil, die Joachim Gauck zum Bundespräsidenten wählte, und sie kandidierte allein für das Amt des Oberbürgermeisters von München.

Andrea Nahles Arbeitsministerin Verena Bentele wurde im Januar 2014 zur nächsten Behindertenbeauftragten der Bundesregierung berufen. Sie ist die erste Person in dieser Funktion, die selbst eine Behinderung erlebt hat.

Verena Bentele Mann
Verena Bentele Mann

In Berlin setzte sich Bentele vor allem für Inklusion, gleichberechtigte Teilhabe und die Normalisierung des Umgangs mit Menschen mit Behinderungen ein.

Die Kritik an ihrer mangelnden Qualifikation und Erfahrung für die Stelle war für sie eine Herausforderung, der sie mit demselben Eifer begegnete wie im Sport.

Im Mai 2018 übergab sie ihr Amt an ihren Nachfolger Jürgen Dusel und ist seitdem Präsidentin des Sozialverbandes VdK Deutschland.

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